Zeichen des Wandels: Wirtschaftsregion Singapur

Der kleine große Tigerstaat baut sich um: Noch mehr Dienstleistungen und weniger industrielle Produktion lautet das Credo. Diese Pläne werden von der Regierung eifrig gefördert.

Wie eine Spinne im Netz sitzt der kleine Tigerstaat im Zentrum der bevölkerungsreichen Region Südostasien – und hat diese geographische Lage nicht erst seit der Unabhängigkeit 1965 hervorragend zu nutzen gewusst: Das Land ist der größte Containerumschlagplatz der Region, wirtschaftlich international hervorragend vernetzt und eines der führenden Zentren für Offshore-Banking und institutionelle Vermögensverwaltung der Welt. Das war nicht immer so: Noch in den Siebzigerjahren war Singapur ein beliebter Produktionsstandort für westliche Unternehmen. Doch Produktion war gestern. Seither hat sich das Land zum Dienstleistungsstandort erster Güte gemausert. Heute befindet sich der produzierende Sektor weiter auf dem Rückzug: So durchlief der Stadtstaat in den letzten Monaten durch den rapiden Ölpreisverfall einen Exodus an Unternehmen der Ölbranche, die ihre Zentralen aus Kostengründen nach Malaysia verlegten. Unterm Strich stimmt die Rechnung nach wie vor, denn das Land punktet international mit Weltoffenheit, weitgehender Korruptionsfreiheit und einer exzellenten internationalen Vernetzung. Und: Die Regierung tut auf wirtschaftlicher Ebene alles, um den Umbau des Inselstaates in Richtung Dienstleistungssektor auf allen Ebenen voranzutreiben.

Boomender Bankensektor

Auf der Landkarte der Finanzwelt ist Singapur bereits heute ein Gigant. Offiziell ist jeder 30. Einwohner Singapurs Millionär. Der Inselstaat hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Verwahrungsorte für Geld und andere Vermögenswerte entwickelt und belegt bereits heute Rang 4 auf der Liste der größten Finanzplätze der Welt. Die Anzahl der vor Ort tätigen Banken und Versicherungen hat sich binnen kurzer Zeit vervielfacht – sie ist in der Tat beeindruckend: In den Statistiken der Monetary Authority of Singapore sind derzeit 117 Auslandsbanken, 125 Geschäftsbanken, fünf lokale, 36 Offshore-Banken sowie 83 weitere Geldinstitute gelistet.

Offizieller Nachfolger der Schweiz

Laut aktuellem Wealth Report der Boston Consulting Group dürfte die „Löwenstadt“ damit die Schweiz innerhalb der kommenden zehn Jahre als Offshore-Zentrum Nummer Eins wohl abgelöst haben. Schon jetzt haben so ziemlich alle europäischen Vermögensverwaltungen in Singapur Niederlassungen gegründet. Schätzungen zufolge dürften in Singapur mehr als 800 Milliarden Dollar betreut werden. Und das hat gute Gründe: Das Bankgeheimnis gilt als eines der strengsten der Welt. Die hohe Rechtssicherheit in Verbindung mit so gut wie keiner Korruption und politischer Stabilität sind ebenfalls gute Gründe, die für den Inselstaat als Standort sprechen.

Verlagerung nach Malaysia

Soweit so gut – doch wo Licht ist, ist in der Regel auch Schatten. Dieser macht sich nun in Form des Ölpreisverfalls im Land bemerkbar. Singapur war lange Zeit die Drehscheibe des internationalen Ölhandels in Südostasien. Doch der Preisverfall zwingt nun viele Unternehmen, ihre Konzernzentralen ins benachbarte Malaysia zu verlegen. Der Hintergrund: Auf diese Weise lassen sich mit einem Schlag die Kosten für Büromieten, Personal oder auch Firmenwagen radikal senken. Zudem ist man von der geographischen Lage her immer noch im Zentrum Südostasiens. Zu den Unternehmen, die diesen Schritt jüngst gegangen sind, zählen Branchengrößen wie McDermott, Technip oder Subsea 7. Eine der ersten Folgen dieser Entwicklung war eine Entlassungswelle in der Schifffahrtindustrie des Stadtstaates, die diese Unternehmen bislang bedient hatten.

Strukturelle Änderungen

Hinter dieser Entwicklung zeigt sich aber auch eine handfeste strukturelle Verschiebung der Industriestruktur Singapurs. Seit längerem beobachten Ökonomen die Entwicklung des Landes mit Skepsis, da es sich insbesondere in den Lohn- und Lebenshaltungskosten von den Konkurrenten in der Region entkoppelt. So sinkt das Bruttosozialprodukt im produzierenden Gewerbe seit mehreren Jahren – im letzten Quartal 2015 um satte 6 Prozent, wie das Singapore Ministry of Trade and Industry bekanntgab. Ein untrügliches Zeichen für einen Strukturwandel, denn der Servicesektor legte im gleichen Zeitraum permanent zu, zuletzt um 3,2 Prozent. Dies ist jedoch von der Regierung durchaus gewollt, denn man will sich zusehends zu einem Dienstleistungszentrum entwickeln – offensichtlich ist man sich bewusst, dass man angesichts der hohen Lohnkosten sonst nicht mit den umliegenden Ländern konkurrieren kann. Zudem kalkuliert man ein, dass der Containerhafen in seiner Rolle als zentraler Umschlagplatz in Südostasien an Bedeutung abnehmen wird.

Ehrgeizige Bildungsplanung

Die Regierung fördert diese Entwicklung durch ein exzellentes Schulsystem – seit Jahren investiert das Land 20 Prozent seines Staatshaushaltes in Aus- und Weiterbildung. Zum Vergleich: In Deutschland sind es seit Jahren gerade einmal knapp 5 Prozent. Dieser immensen Investitionsbereitschaft zollte auch die OECD im vorigen Jahr Respekt. In einer Untersuchung unter 15jährigen Schülern weltweit belegte der kleine Tigerstaat in punkto Mathematikkenntnisse den ersten Platz – und verwies damit Deutschland auf Platz 13 und Großbritannien auf Rang 20. Das Land profitiert zudem davon, dass in allen Institutionen auf Englisch unterrichtet wird. Mit dieser gezielten Politik konnte sich Singapur seit seiner Unabhängig im Jahre 1965 unter den globalen Wirtschaftszentren ganz nach vorne katapultieren.

Servicesektor als Wachstumsmotor

Dem entspricht auch die Tatsache, dass das Land gemäß dem MGI Connectedness Index von 2014 weltweit den ersten Platz belegte – noch vor den USA, den Niederlanden und Deutschland – und sich damit noch stärker auf die Dienstleistungswirtschaft fokussiert. Mit diesem Backbone möchte man auch auf internationaler Ebene Vorreiter in Spitzentechnologien wie Halbleiter, IT, Bio- und Gentechnologie werden. Und die Chancen stehen gut, denn die heutige F&E-Landschaft Singapurs ist das Ergebnis einer nachdrücklich verfolgten Forschungs- und Innovationspolitik, die bereits 1991 mit der Einsetzung des National Science and Technology Boards begann. Es war der erste nationale Fünfjahresplan zur Transformation des Landes zu einem globalen Wissenschaftsknotenpunkt. Auch nach 20 Jahren ist die Dynamik der F&E-Landschaft immer noch wesentlich von Fünfjahresplänen geprägt.

Im Interview spricht Frederik Kunze von der NORD/LB über Singapur als Finanzplatz für institutionelle Investoren und die steigende Bedeutung der ASEAN-Länder.

„Maßgeschneiderte Lösungen für die Region“

Ein Interview mit Dr. Hinrich Holm, Vorstand der NORD/LB, über die Auslandsniederlassung der NORD/LB in Singapur.

Fernostasien als Region ist ein gigantisches Gebiet. Wie unterteilen Sie den Raum für sich geografisch?

HolmWir verstehen unter Fernostasien grob formuliert die Region östlich von Indien und diese besteht aus den drei Räumen China, Japan und Korea sowie den ASEAN-Ländern, in denen rund 650 Millionen Menschen leben. Von Singapur aus betreuen wir die ASEAN-Länder und das Geschäft mit der Kundschaft in Korea und Japan. Für China haben wir in Shanghai unseren „German Desk“.

Wie hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Finanzplätzen Hong Kong und Singapur entwickelt?

HolmDurch die Entscheidung der chinesischen Regierung, Shanghai zum Finanzzentrum auszubauen, ist die Bedeutung Hong Kongs in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Singapur konnte in diese Lücke stoßen und hat seine Bedeutung stark ausgebaut. Insbesondere im Bereich „Private Wealth“ sind massive Geldströme ins Land geflossen.

Was sind die besonderen Stärken des Stadtstaates?

HolmSingapur verfügt über eine sehr gute Infrastruktur, die Bürokommunikation ist auf dem neuesten Stand und die Lebensqualität sehr hoch. Dies macht sich auch daran bemerkbar, dass es viele qualifizierte Mitarbeiter gibt. Zudem ist der Stadtstaat der Knotenpunkt für alle Verkehrslinien: Singapur ist der Hub, von dem aus die gesamte Region mit Waren bedient wird.

Im neuen Asia Magazin 'briging asia' gibt die NORD/LB Einblicke in ihre Aktivitäten in dieser Region und in die Entwicklungen des Marktes.

Wie positionieren Sie sich am Markt in Singapur?

HolmIn Deutschland haben wir einen sehr guten Ruf als Spezialfinanzierer in Assetklassen wie alternative Energien, Flugzeuge und Schiffe. Diese haben unsere Kunden zunächst in Deutschland entwickelt und dann auf die internationalen Märkte gebracht. Als Bank haben wir hier über die Jahre mit unseren Kunden eine sehr große Expertise am Markt aufgebaut und vertreiben diese Assetklassen nun weltweit gemeinsam mit ihnen. Unser Fachwissen speist sich aus einer hervorragenden Branchenkenntnis in Verbindung mit einer besonderen Expertise in der Projektfinanzierung. Wir begleiten unsere Kunden und sind vor Ort in den ASEAN-Ländern, wo diese Segmente derzeit stark wachsen. Nehmen Sie den Bereich Energie. In allen Ländern interessieren sich die Regierungen für erneuerbare Energien und sitzen an Überlegungen zum Umbau ihres Energiemixes. Hier können wir mit unserer Expertise punkten.

Was macht diese Expertise genau aus?

HolmAusgangspunkt all unserer Überlegungen in diesem Bereich ist immer unser spezifisches Branchenwissen und unser Finanz-Know-how. Als Bank verkaufen wir nicht nur einfach Kredite in bestimmten Branchen, vielmehr bieten wir Lösungen an für Kunden, die wie wir international aufgestellt sind. Dies hat sich auch bei verschiedenen Kunden in den ASEAN-Ländern herumgesprochen, die, wie auch Japan, großen Nachholbedarf bei der Projektfinanzierung haben. Nehmen Sie beispielsweise die Finanzierung von Solarparks – hier handelt es sich um hochkomplexe Risikostrukturen, die man nur beherrschen kann, wenn man die Branche versteht.

Inwiefern unterscheidet sich Ihr Geschäftsansatz von dem ihrer Wettbewerber?

HolmIm Kern bieten wir Finanzierungen über Projektfinanzierungen mit einem sehr begrenzten Ausfallrisiko an. Dies ist aufgrund der deutlich besseren Risikostruktur im derzeitigen Marktumfeld attraktiv für viele Anleger. Zudem besetzen wir Themen, die auch auf der politischen und wirtschaftlichen Agenda der ASEAN-Länder stehen, also die Energiepolitik oder der steigende Luft- und Frachtverkehr. Zugleich sammelt sich in der Region derzeit viel Geld, das nach sicheren Anlagemöglichkeiten sucht. Wir sehen uns hier gut positioniert, um als „Alternative Asset Manager“ über die Strukturierung von Projekten in der Region über unsere Niederlassung in Singapur sichere Anlagemöglichkeiten zu bieten.

Welche Leistungen bieten Sie ihren Firmenkunden aus Deutschland, die meist Mittelständler sind?

HolmDies entwickelt sich derzeit zu unserer zweiten Säule, denn wir nehmen ein gestiegenes Interesse an den Leistungen unserer Abteilung „Firmenkunden“ in der Region der ASEAN-Staaten wahr. Viele Unternehmen aus Deutschland wollen jetzt in Ländern wie Malaysia, Vietnam oder Indonesien Geschäfte machen und suchen dafür einen geeigneten Partner. Doch dafür brauchen sie eine Bank, die den jeweiligen Markt und seine Eigenheiten kennt, denn Rechtsprechung und Gesetze unterscheiden sich zum Teil massiv. Diesen Unternehmen werden wir mit der Eröffnung unseres „German Desk“ in Singapur ab dem 1. August einen maßgeschneiderten Service bieten können. Diese Position konnten wir mit Dr. Sandra Reich, die bislang im Vorstand der Börse Hannover war, hervorragend besetzen.

Was ist der Hintergrund dieser Entwicklung?

HolmChina verändert seine industrielle Struktur und schließt viele Fabriken für einfachere Tätigkeiten. Diese Arbeiten werden nun in Länder wie Vietnam, Philippinen, Indonesien oder Myanmar verlagert. Über unseren „German Desk“ in Singapur können wir unsere Kunden aus Deutschland in Zukunft auch in diesen Ländern betreuen.

...ist seit Februar 2010 Mitglied des Vorstands der NORD/LB. Seit seinem Einstieg im Jahr 1996 war er in verschiedenen Funktionen für die NORD/LB tätig, unter anderem als Leiter des Risikocontrollings der Niederlassung New York, Vorstandsmitglied der NORD/LB Litauen in Vilnius und Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen in Hannover. Darüber hinaus ist er Aufsichtsrat in verschiedenen Unternehmen. Nach dem Studium der Mathematik promovierte Hinrich Holm am Institut für Angewandte Mathematik der Universität Hannover.

ASEAN: Realistisch und stark engagiert

Seit dem 1. Januar 2016 existiert die Wirtschaftsgemeinschaft ASEAN Economic Community (AEC). Welche Chancen ergeben sich daraus für deutsche Investoren?

Papiertiger oder neues wirtschaftliches Powerhouse? Diese Frage wird seit Monaten von Experten und Investoren heftig diskutiert. Denn nach langwierigen Verhandlungen ist mit Beginn dieses Jahres die ASEAN Economic Community (AEC) in Kraft getreten. Offiziell wurde damit ein Wirtschaftsblock ins Leben gerufen, der über 600 Millionen Einwohner umfasst. Sukzessive sollen in den kommenden Jahren Zollschranken und andere Handelshemmnisse abgebaut werden. Bis 2030 – so hoffen es jedenfalls ihre Initiatoren – wird mit der AEC dann – nach der Europäischen Union, der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA und China – der wohl viertgrößte Wirtschaftsblock der Welt entstanden sein. Heute beläuft sich das gemeinsame Bruttoinlandsprodukt auf mehr als 2,5 Billionen Dollar. Angesichts einer durchschnittlichen Wachstumsrate dieser Staaten in den vergangenen zehn Jahren von rund sechs Prozent ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass diese Wirtschaftsleistung bis 2030 wohl vervierfacht wird.

Verbund heterogener Länder

Soweit die Theorie. Die Realität sieht noch ein wenig anders aus. Zum einen sind die Gefälle zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten enorm, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Das reiche Singapur bringt es auf ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von 59.000 Dollar und hat bereits heute in jeder Hinsicht den Status einer hochentwickelten Volkswirtschaft – Laos dagegen ist eher das typische Dritte-Welt-Land und kommt auf ein Pro-Kopf-Einkommen von gerade einmal 1.700 Dollar. Zum anderen vermitteln die politischen Systeme ein sehr heterogenes Bild. Darüber hinaus erweisen sich zahlreiche nichttarifäre Vorschriften weiterhin als oft schier unüberwindbare Handelshürden. „ASEAN steht also noch vor vielen Herausforderungen“, erklärt denn auch Dr. Georg Witschel. „Zum Beispiel ist der Austausch von Dienstleistungen weitaus weniger frei als der Warenverkehr. Und die Wettbewerbspolitik oder der Schutz geistigen Eigentums werden in den Mitgliedsländern sehr unterschiedlich geregelt“, so der deutsche Botschafter in Indonesien im Vorwort von „ASEAN 2015 and beyond: Are German Investors missing out?“ Die Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young basiert auf einer gemeinsam mit den deutschen Industrie- und Handelskammern und Botschaften vor Ort durchgeführten Befragung unter 135 deutschen Unternehmen zu ihren Investitionsvorhaben in der Region.

ASEAN-Staaten als Wachstumslokomotiven?

Die Ergebnisse sind auf jeden Fall bemerkenswert. 91 Prozent der Befragten gaben an, dass es vor allem die einzelnen dynamischen Binnenmärkte sind, die sie dazu motivieren, überhaupt vor Ort aktiv zu sein. Fast alle rechnen zwar für die Zukunft mit einer Steigerung der Attraktivität der ASEAN-Staaten als Produktionsstandorte oder Handelspartner, verfallen aber nicht gleich in Euphorie. Kaum jemand glaubt, dass nun wirklich homogene Rahmenbedingungen implementiert werden oder die politische Stabilität sonderlich zunehmen wird. Sie wissen, dass es noch reichlich Zeit braucht, bis die Vision einer funktionierenden Wirtschaftsgemeinschaft halbwegs Realität wird. 65 Prozent bewerten eine Umsetzung der Zielvorgaben der AEC als einen Faktor, der ihre Bereitschaft zu mehr Investitionen direkt beeinflussen kann. Ungeachtet dessen planen aber 75 Prozent, sich fortan stärker in den ASEAN-Staaten zu engagieren – 58 Prozent der befragten Unternehmen stammen dabei aus dem Mittelstand. Besonderes Augenmerk richten sie dabei auf Myanmar, wo 52 Prozent der Firmen ihre Geschäfte ausbauen wollen, sowie auf Vietnam mit 37 Prozent. Viele betrachten die ASEAN Economic Community als eine Region, die im Unterschied zu den BRICS-Staaten in den kommenden Jahren noch wirkliches Wachstum generieren kann.

Chancen für den Mittelstand

Generell scheinen die deutschen Direktinvestitionen in die ASEAN-Staaten noch etwas unterdimensioniert. Knapp 18 Milliarden Euro Bestand an Direktinvestitionen und damit 1,9 Prozent aller deutschen FDIs zählte man noch 2011 in der Region. Davon ging der Löwenanteil nach Singapur. Platz zwei nimmt Nachbar Malaysia ein. Die ASEAN-Staaten stehen aber für über drei Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und sind zugleich eine der am dynamischsten wachsenden Wirtschaftsräume. Auch wenn durch die ASEAN Economic Community nun nicht der große Knall zu erwarten ist – es besteht also noch durchaus Spielraum nach oben, ­ vor allem für den deutschen Mittelstand.

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