Fördermittel – maßgeschneiderte Lösungen für jeden Bedarf

Das filigrane Angebot an Fördermitteln eröffnet Investoren viele Chancen, um weitere Potenziale zu erschließen. Schwierig wird dabei die Auswahl, weswegen viele Unternehmen auf die Beratung von Spezialisten angewiesen sind.

Unternehmen, die über Finanzierungslösungen nachdenken, übersehen häufig Fördermittel, die in vielen Fällen zu hervorragenden Konditionen angeboten werden. Doch allein schon der Blick auf die Förderdatenbank des Bundes zeigt, wie komplex Angebote und Zugangsmöglichkeiten sind. Denn der Zugang zu Fördermitteln ist meist an besondere Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft. Zur Erfüllung dieser Bedingungen bedarf es der Hilfe von Spezialisten – weshalb viele Unternehmen dann letztlich darauf verzichten.

Doch die konkreten Vorteile von Fördermitteln sprechen für sich:

• Sie sind ein zinsgünstiges Finanzierungsmittel, insbesondere im Umwelt- und Energieeffizienzbereich
• sie bieten hohe Finanzierungssicherheit und in der Regel sind auch lange Laufzeiten möglich,
• sie lassen sich mit anderen Produkten (z. B. strukturierten Krediten) kombinieren,
• in vielen Fällen werden Beihilfen und/oder Tilgungszuschüsse gewährt,
• die Dokumentation ist durch standardisierte Verträge in der Regel sehr schlank,
• auch tilgungsfreie Jahre sind möglich.

Lesen Sie in unserem Special, wie das Team der NORD/LB seine Kunden im Bereich Corporate Finance dabei unterstützt, die exakt passenden Fördermittel im Dschungel der Möglichkeiten zu entdecken.

NORD/LB mit neuer Niederlassung am Standort Stuttgart

Seit Neuestem steht ein komplettes Team der NORD/LB den Kunden im deutschen Südwesten mit Rat und Tat zur Seite. Von links nach rechts im Bild: Mathias Withöft, Jürgen Horn, Kira Lenz, Niederlassungsleiter Bernhard Späth und Oliver Tomani.

Sie erreichen die Niederlassung Stuttgart unter folgenden Kontaktdaten:


NORD/LB
Norddeutsche Landesbank Girozentrale
Firmenkunden Baden-Württemberg
Kronprinzstraße 11
70173 Stuttgart
Telefon: 0711/ 284 959 - 15

„Wir blicken optimistisch in die Zukunft“

Die LMT Group aus Oberkochen ist eine weltweit tätige mittelständische Unternehmensgruppe im Familienbesitz mit Fokus auf Spezialmaschinenbau und Präzisionswerkzeuglösungen. Zur Gruppe gehören die Division LMT Tools und die Division Fette Compacting. Im Gespräch erläutert Joachim Peter, Geschäftsführer der LMT Finance & Shared Service GmbH & Co KG,  den Markt der auf Tablettenpressen fokussierten Fette Compacting aus Hamburg sowie den Neubau des Kundenzentrums in Hamburg, das mit Hilfe von Fördermitteln finanziert wurde.

In welchen Geschäftsbereichen ist die LMT Group tätig?

PeterDie LMT Group verfügt über zwei Standbeine. Das eine ist die Herstellung von Präzisionswerkzeugen für die Metall verarbeitende Industrie durch die Division LMT Tools, die etwa 50 Prozent des Umsatzes ausmacht. Das andere ist die Herstellung von Tablettenpressen durch die Division Fette Compacting. Die LMT Group ist die Management-Holding für die gesamte Unternehmensgruppe. Deren Sitz ist Oberkochen auf der Schwäbischen Alb.

Wie ist Fette Compacting strukturiert?

PeterDie Division Fette Compacting ist Weltmarktführer bei Tablettenpressen für die pharmazeutische Industrie. Wir sind weltweit aufgestellt und betreiben unser Geschäft von unserem Hauptsitz in Schwarzenbek bei Hamburg aus. Außerdem haben wir einen zweiten Produktionsstandort in Nanjing, China. In den wichtigsten Märkten weltweit sind wir mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten. An vier internationalen Standorten sowie in Schwarzenbek betreiben wir eigene Kompetenzzentren.

Was kennzeichnet den globalen Pharmamarkt?

PeterDer Pharmamarkt ist insgesamt ein Wachstumsmarkt. Die Bevölkerung wächst weltweit und wird immer älter. Und mit dem Lebensstandard steigt auch der Zugang zu Medikamenten. ln vielen Ländern findet die Tablette damit erst jetzt größere Verbreitung, denn es spricht nach wie vor vieles für sie. Sie ist die einfachste Darreichungsform, weil sie sehr leicht dosiert werden kann und der Patient sie, im Gegensatz zu Spritzen und anderen Therapieformen, eigenständig zu sich nehmen kann.

Was sind die Trends in der Pharmaindustrie?

PeterWir bewegen uns in einem Markt, in dem große Pharmakonzerne wie Pfizer, Novartis oder GlaxoSmithKline eine starke Rolle spielen. Es ist also ein sehr internationales Geschäft. Neben innovativen Medikamenten gibt es einen sehr starken Trend zu sogenannten Generika, weil die Zahl der Medikamente, die aus dem Patentschutz herausfallen, ständig steigt. Zudem gibt es viele Märkte, die dadurch wachsen, dass sich die jeweiligen Staaten bemühen, eigene Pharmaindustrien aufzubauen, um nicht abhängig zu sein. Dies lässt uns als Zulieferer sehr optimistisch in die Zukunft blicken.

Was war das Ziel des Neubaus eines Kundenzentrums in Schwarzenbek?

PeterDas Kundenzentrum ist die Visitenkarte unseres Unternehmens, denn unsere globalen Kunden kommen zu uns nach Hamburg, um in unserem Kundenzentrum Vorversuche für die Produktion ihrer Medikamente durchzuführen. Ist der Kunde von unserer Leistung überzeugt und ordert eine Tablettenpresse, kehrt der Kunde zum Abnahmetest (Factory Acceptance Test) der Maschine nach Schwarzenbek zurück, bevor diese verschifft wird. Dabei spielen geordnete Prozesse und Sauberkeit eine sehr wichtige Rolle – all dies können wir in unseren neuen Abnahmeräumen bieten. Der Abnahmeprozess dauert je nachAnlage zwischen zwei und sieben Tagen. Wir hatten zwar bereits zuvor Abnahmeräume, aber die waren in die Jahre gekommen und hatten zu wenig Kapazität.

Wie sind Sie bei der Planung vorgegangen?

PeterGrundsätzlich wollten wir ein Klima schaffen, in dem der Kunde sich wohlfühlt. Dies war uns bei der Planung besonders wichtig. Im Vorbesprechungsraum gehen wir zunächst das Abnahmeprotokoll mit dem Kunden durch. Dabei sieht er vom Besprechungsraum aus bereits seine neue Maschine – dies kommt bei den Kunden sehr gut an. Außerdem haben wir im Rahmen der Planung sämtliche Bereiche unseres Unternehmens miteinbezogen und überlegt, was für uns wichtig ist. Dies haben wir anschließend gemeinsam mit dem Planer in eine Gesamtkonzeption gegossen.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten standen Ihnen dabei zur Verfügung?

PeterAls schwäbisches Familienunternehmen sind wir grundsätzlich sehr solide finanziert. Die Unternehmensgruppe selbst ist mit einem Konsortialkreditvertrag finanziert, der eine Laufzeitvon fünf Jahren hat. Die NORD/LB ist Teil dieses Konsortiums. Daher haben wir gemeinsam mitder NORD/LB die Finanzierung des Baus als langfristiges Investitionsgut geplant. Neben der NORD/LB haben wir noch die Investitionsbank Schleswig-Holstein eingebunden. Bei der Planung der Finanzierung war uns besonders wichtig, dass diese nicht im Widerspruch zum Konsortialkredit steht.

Was ist Ihr nächstes größeres Projekt?

PeterEin wichtiger Teil der Finanzierung ist die kontinuierliche Modernisierung unseres Standortes. Das Kundenzentrum war der erste und größte Abschnitt. Derzeit bauen wir ein bestehendes Gebäude für unsere Entwicklungsabteilung um. Da wir weiterhin wachsen, gibt es viele interessante Ansätze und Wachstumsperspektiven und wir blicken positiv in die Zukunft.

...leitet neben seiner Funktion als CFO der Division LMT Tools gemeinsam mit Karsten Kühl, CFO der Division Fette Compacting, die LMT Finance & Shared Services und ist für die Unternehmensfinanzierung der LMT Group verantwortlich.

„Im Fokus der Förderung stehen Energieeffizienz, Existenzgründungen und Innovation“

Ein Gespräch mit Nina Pochert, Produktspezialistin für Fördermittel im Bereich Corporate Finance der NORD/LB, über die Leistungen der NORD/LB im Bereich Fördermittel und die Hersforderungen bei der Identifizierung.

Frau Pochert, Sie bieten bundesweit Unterstützung an bei der Suche nach Fördermitteln. Was leisten Sie mit ihrer Abteilung in diesem Punkt?

PochertIm Rahmen unserer Leistungen bieten wir die Überprüfung aller Investitionsvorhaben im Hinblick darauf, inwieweit möglicherweise über die Einbindung öffentlicher Förderinstitute günstige Refinanzierungsmöglichkeiten für unsere Kunden vorhanden sind. Dabei betrachten wir zum einen Förderbanken, die bundesweit agieren wie die KfW und die Landwirtschaftliche Rentenbank. Wir arbeiten aber ebenso mit allen regionalen Förderbanken zusammen. Es geht dabei um die Beschaffung günstiger Refinanzierungsmittel, wir organisieren aber auch Risikobeteiligungen, sofern gewünscht.

Wie hat sich der Markt hier in den letzten Jahren verändert?

PochertFördermittel haben wesentlich an Bedeutung zugenommen. Zwar ist das beantragte Fördervolumen in Deutschland insgesamt relativ konstant geblieben, jedoch kommen immer wieder neue Themen dazu wie beispielsweise Energieeffizienz und Innovationsförderung. Für uns ist es überaus wichtig, sich damit auszukennen, damit wir unseren Kunden attraktive Konditionen bieten können. Denn aufgrund der veränderten Regularien werden Kredite und Refinanzierungsmöglichkeiten derzeit immer teuer – zwar nicht vom Zins her, aber von den Kosten für die Banken. Bei Förderbanken erzielen wir hier deutlich bessere Konditionen und der Kunde kann darüber hinaus auch Tilgungszuschüsse erhalten.

Welche Beratung bieten Sie ihren Kunden konkret an?

PochertWir bieten unseren Kunden zunächst die Überprüfung der möglichen Förderprogramme an und beraten sie, indem wir ihnen sämtliche Aspekte erläutern, wie beispielsweise die Beihilfethematik, die erfahrungsgemäß immer wieder Fragen aufwirft. Ein anderes Thema ist die maßgeschneiderte Finanzierung unter Berücksichtigung von Kundenwünschen zur Laufzeit, zum Tilgungsbeginn sowie der Kombination mit anderen Finanzierungsstrukturelementen. In allen Fragen arbeiten wir sehr eng mit unseren Kunden zusammen und überlegen auch, wann der richtige Zeitpunkt ist, den Antrag zu stellen, damit der Kunde möglichst keine zusätzliche Belastung durch Bereitstellungszinsen hat.

Inwiefern können Unternehmen von öffentlichen Fördermitteln profitieren und welche Programme gibt es?

PochertUnsere Aktivitäten beschränken sich auf gewerbliche und kommunalnahe Kunden – hier gibt es allein bei der KfW 20 verschiedene Programme, die sehr unterschiedlich sind. Der gesamte Markt ist extrem fragmentiert, daher ist es für den Kunden wichtig, dass wir diesen mit unserer Expertise sondieren und so das passende Angebot finden. Im Fokus der Förderung stehen Energieeffizienz, Existenzgründungen, zu denen auch Fälle von Gesellschafterwechsel oder Umfirmierung gehören, und Innovationen – diese haben den größten Förderfaktor.

Worauf kommt es an bei der Identifizierung von Fördermitteln?

PochertEntscheidend ist zunächst, dass wir den Kunden und seine Struktur gut kennen. Außerdem benötigen wir natürlich tiefergehende Informationen über das geplante Investitionsvorhaben, um daraus über unsere Expertise und unser Netzwerk den richtigen Ansatz entwickeln zu können. Die Programme sind zum Teil komplex, weil manche Dinge in den Programmbedingungen eher zwischen den Zeilen stehen – dies kann zum Beispiel die Frage betreffen, wie man ein Vorhaben überhaupt förderfähig „bekommt“. Schließlich kann man nicht jede Bedingung so formulieren, dass man sie immer mit ja oder nein beantworten kann.

Wie gehen Sie vor und wie sieht die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fördermittelinstituten aus?

PochertWir führen regelmäßig intensive Austauschgespräche mit den Förderinstituten und bieten unseren Firmenkundenbetreuern Workshops mit ihrem jeweiligen Ansprechpartner bei den regionalen Förderbanken an. Außerdem binden wir im Bedarfsfall unsere Ansprechpartner bei den Förderbanken in die Beratung mit ein.

Was sind heutzutage die Herausforderungen bei der Identifizierung von Fördermitteln?

PochertAngesichts der zahlreichen Angebote ist es schwer, den Überblick zu behalten. Insbesondere für große Unternehmen sind die Hürden relativ hoch, an Fördermittel zu kommen. Wir kennen den Markt an Fördermitteln sehr genau, weil wir uns ständig darüber informieren und uns permanent mit dem Thema beschäftigen. Daher ist es an dieser Stelle unser Ziel, auch diesen Unternehmen den bestmöglichen Zugang zu Fördermitteln zu ermöglichen.

...ist Produktspezialistin für Fördermittel im Bereich Corporate Finance der NORD/LB. Gemeinsam mit drei Kolleginnen betreut sie deutschlandweit Unternehmen aus dem mittelständischen Firmenkundengeschäft der NORD/LB auf der Suche nach Fördermitteln für komplexe Projekte.

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